Swetlana Alexijewitsch

Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch (* 31. Mai 1948 in Stanislaw, Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik, heute Iwano-Frankiwsk) ist eine weißrussische Schriftstellerin. 2015 wurde ihr „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“, der Nobelpreis für Literatur zugesprochen. Sie schreibt in russischer Sprache. Alexijewitsch befasst sich mit unterschiedlichen literarischen Genres wie Kurzgeschichten, Essays und Reportagen und hat eine Methode entwickelt, mit der literarisch eine größtmögliche Annäherung an das wahre Leben gelingt, in der Form einer Zusammenfassung individueller Stimmen als Collage des tagtäglichen Lebens.

Bücher

1987: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

1989: Die letzten Zeugen. Kinder im Zweiten Weltkrieg

1992: Zinkjungen. Afghanistan und die Folgen

1997: Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft

2013: Second-Hand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus.

 

Auszeichnungen

1984: Nikolai-Ostrowski-Literaturpreis

1985: Fedin-Literaturpreis

1986: Lenin-Komsomol-Preis (für das Buch Der Krieg hat kein weibliches Gesicht)

1996: Tucholsky-Preis des schwedischen P.E.N.

1998: Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung

1998: Das politische Buch, Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung

1999: Herder-Preis

2001: Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis

2005: National Book Critics Circle Award (Kategorie Sachbuch)

2011: Ryszard-Kapuścińki-Preis für literarische Reportagen, Polen für die polnische Übersetzung von Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

2013: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

2013: Prix Médicis essai für La fin de l’homme rouge

2015: Literaturnobelpreis

 

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© Foto: „Swetlana Alexijewitsch 2013“ von Elke Wetzig - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
Textquelle: 
Wikipedia

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